Penang, Pulau Pinang, Insel der Betelnuß, Perle des Orients, so lauten die gängigen Bezeichnungen für die Insel mit dem reichen Kulturerbe. Davon gibt es in Penangs Hauptstadt, George Town, eine beträchtliche Menge zu besichtigen. Besterhaltene Kolonialbauten, die schönste historische Chinatown ganz Südostasiens, mit ihren Ladengeschäften, Kolonnaden und Denkmälern, Tempeln und Clanhäusern, ihren historisch gewachsenen Gemeinschaften vieler Religionszugehörigkeiten und deren lebendiger Kultur.
Den historischen Stadtkern von George Town erkundet man am besten zu Fuß oder per Rikscha. Sein alter weltläufiger Charme und die kulturelle Vielfalt spiegeln sich wider in den kleinsten architektonischen Details und einer Art zu Leben, die dem Besucher, der die Stadt nur bei einer Busrundfahrt zu sehen bekommt, normalerweise entgehen.
Wenn man sich in einem der Budget-Gästehauser mitten in Chinatown einmietet, dort wohnt, in den unglaublich vielfältigen Restaurants isst, und durch die Strassen schlendert, bekommt man das „richtige Leben“ der Bewohner mit, nicht nur historische Kulisssen. Von Vorteil ist natürlich ein einigermaßen fundiertes englisch oder ein paar Phrasen in der Landessprache Bahasa Malaysia (oder bahasa melayu) und wenn man offen und lächelnd auf die Menschen zugeht, wird man überall und immer in Gespräche verwickelt, die ungalublichen Spaß machen können.
Während Fort Cornwallis und Jalan Masjid Kapitan Keling, das Koh Kongsi und die großen Kolonialgebäude in den meisten organisierten Rundfahrten inbegriffen sind, wird man bei den im folgenden vorgeschlagenen Spaziergängen durch die Altstadt eine viel größere Auswahl von oft ein wenig versteckten „Kleinoden“ entdecken und natürlich kann man sich soviel Zeit lassen, wie man will.
Der Penang Heritage Trust schlägt in seiner Broschüre zwei Spaziergänge vor, die jeweils ein und eine halbe Stunde dauern, nach unten und oben offen natürlich. Ich persönlich kann, wenn mich ein Gebäude oder Ort fasziniert, Stunden damit verbringen, jedes noch so kleine Detail zu entdecken, mich in die alten Zeiten hineinträumen und mir vorstellen, wie das Leben damals wohl gewesen sein mag.
Nach einem kurzen Ausflug in die mehr als 200-jährige Geschichte Penangs werde mehr über die einzelnen Sehenswürdigkeiten und wenn möglich die historischen Hintergründe erzählen.